Wirtschaft

Deutschland entgeht knapp der Rezession

Die deutsche Wirtschaft stagnierte im vierten Quartal 2018, wie das Statistische Bundesamt am Morgen mitgeteilt hat. Damit ist Deutschland nur knapp einer Rezession entgangen – also einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Quartalen. Wie die Grafik von Statista zeigt, war die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal 2018 um 0,2 Prozent geschrumpft. Auf das gesamte Jahr gerechnet wuchs die deutsche Wirtschaft um 1,4 Prozent – etwas weniger als die zunächst im Januar geschätzten 1,5 Prozent. Damit war 2018 das neunte Wachstumsjahr in Folge, allerdings hat sich das Tempo verlangsamt.

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So groß ist der weltweite Kohle-Hunger

Rund 7.700 Millionen Tonnen Kohle wurden laut BP 2017 weltweit gefördert. Nach drei Jahren rückläufigen Zahlen ist damit wieder ein Anstieg zu beobachten (+3,1 Prozent). Grund ist, das China, Indien und die USA die Förderung erhöht haben. In Deutschland geht der Abbau von Stein- und Braunkohle schon seit Jahrzehnten zurück. Wurden bis Ende der 80er Jahre hierzulande noch jährlich 500 Millionen Tonnen des Brennstoffs aus dem Boden geholt, waren es zuletzt weniger als 200 Millionen Tonnen. Die Experten-Kommission, die sich im Sommer 2018 konstituiert hatte, empfiehlt einen vollständigen Kohleausstieg der Bundesrepublik bis spätestens 2038.

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Der Bundeshaushalt 2019

Derzeit läuft im Bundestag die Generaldebatte zum Abschluss der Haushaltswoche. Im Rahmen dessen hatte Bundesfinanzminister Scholz (SPD) den Haushaltsplan für 2019 vorgestellt und erklärt, wofür er die veranschlagten 356,8 Milliarden Euro ausgeben möchte. Wie die Grafik von Statista zeigt, entfällt davon (traditionell) der größte Anteil auf das Ministerium für Arbeit und Soziales. Mit weitem Abstand folgt das Verteidigungsministerium. Den größten Zuwachs im Gegensatz zum Vorjahr verbucht das Umweltministerium mit 14,6 Prozent. Insgesamt liegt der Haushalt 2019 um 13,2 Milliarden Euro höher als der von 2018.

Hier finden Sie die Aufteilung des Bundeshaushalts 2018.

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Steuern

Keine Steuern trotz Milliardengewinn

10,8 Milliarden US-Dollar Vorsteuergewinn (vor Abzug von US-Bundessteuern) hat Amazon für 2018 in den Büchern stehen. Steuern muss das Unternehmen trotzdem keine Zahlen – im Gegenteil. Laut Analyse des Institutes of Taxation an Economic Policy (ITEP) hat das Unternehmen eine Steuergutschrift in Höhe von 129 Millionen US-Dollar bekommen. Damit hat Amazon bereits das zweite Jahr in Folge eine negative Steuerrate. Aber auch in den Jahren davor hat das Unternehmen eher übersichtliche Beträge nach Washington überwiesen. Von 2009 bis 2018 zahlte der Tech-Riese bei einem Gewinn von rund 26,5 Milliarden US-Dollar Steuern in Höhe von 791 Millionen US-Dollar – das entspricht eine effektiven Bundessteuersatz von drei Prozent.

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Steuerhinterziehung kostet EU-Staaten Milliarden

Zwar ist die hinterzogene Steuersumme in der EU seit 2009 um 12 bis 16 Prozent gesunken, hoch ist sie aber noch immer: Laut einer aktuellen Untersuchung der University of London im Auftrag der sozialdemokratischen S&D-Fraktion im EU-Parlament sind den EU-Staaten 2015 schätzungsweise 824 Milliarden Euro an Steuergeldern entgangen. Damit liegt die Summe weit höher als die, die der öffentlichen Hand durch die legale Steuervermeidung von Konzernen entgeht (50 bis 190 Milliarden Euro), so Steuerexperte Richard Murphy, der die Studie durchführte.

Bei den aufgeführten Daten handelt es sich um eine grobe Schätzung – die Summe könne EU-weit zwischen 750 und 900 Milliarden Euro liegen, so Murphy. 824 Milliarden sei die bestmögliche Schätzung. Der größte Anteil davon wird in absoluten Zahlen in Italien hinterzogen, gefolgt von Deutschland und Frankreich, wie die Grafik von Statista zeigt. Anteilig am BIP gerechnet liegt Dänemark mit 47 Prozent vorne, gefolgt von Belgien und Österreich.

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Die Grundsteuer im Kontext der kommunalen Steuereinnahmen

Das Bundesverfassungsgericht verhandelt derzeit darüber, ob die Bemessung der Grundsteuer mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Die Steuer, die von den Gemeinden erhoben wird, muss jeder Hausbesitzer oder Grundeigentümer abführen. Die Höhe der Abgabe hängt direkt vom Wert des Grundstücks und der darauf befindlichen Immobilen ab. Allerdings halten Kritiker dafür, dass die Bemessung veraltet sei, da die Bewertungsgrundlagen in Westdeutschland noch aus den 1960er-Jahren stammt, in Ostdeutschland geht sie sogar in die 1930er-Jahre zurück.

Wie unsere Infografik zeigt, hätte jegliche Revision der Berechnungsgrundlagen erheblichen Einfluss auf die Finanzen der Gemeinden, da die Grundsteuer zwar nicht den größten Posten der Steuereinnahmen ausmacht; allerdings ist sie – auch wegen der fehlenden Neuberechnungen und Anpassungen – die stabilste kommunale Einnahmequelle. Maßgebliche Änderungen entstehen lediglich durch Bebauung von Grundstücken mit Immobilen, die den Wert des Grundstücks steigern. Hier abgebildet sind die Einnahmen der Gemeinden der bundesdeutschen Flächenländer.

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Allgemeines

Die glücklichsten Länder der Welt

Die glücklichsten Menschen der Welt leben in Finnland. Das zeigt der aktuelle World Happiness Report, für den Wissenschaftler Daten von 156 Ländern ausgewertet haben. Aus diesen wurde ein Index errechnet, in den Kriterien wie etwa das Einkommen, die Lebenserwartung oder der Grad der sozialen Absicherung einfließen.

Den ersten Plätzen zufolge sind besonders die Nordeuropäer glücklich. Aber auch die Kanadier und Neuseeländer sichern sich Plätze in den Top Ten, wie die Grafik von Statista zeigt. Deutschland liegt auf Platz 17, damit ging es im Vergleich zum Vorjahresreport zwei Plätze bergab, während Österreich zwei Plätze gutmachte und es in die Top Ten schafft. Die Schweiz rutscht einen Platz auf auf Rang 6..

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Das kostet der Stadionbesuch

Deutsche Fußballfans kommen laut eines aktuellen Berichts der UEFA noch einigermaßen günstig ins Stadion. Verglichen wurde der durchschnittliche Eintrittspreis für einen Stadionbesuch in den Top 30 Fußballclubs Europas. Am teuersten ist es demnach mit 86,90 Euro bei Paris Saint-German, gefolgt vom FC Chelsea mit 86,70 Euro. Der erste deutsche Club im Ranking ist der FC Bayern München mit 72,30 Euro auf Rang sieben, wie die Grafik von Statista zeigt. Günstiger ist es etwa bei Hoffenheim (30,70 Euro) oder Schalke 04 (31,60 Euro).

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Die Champions League ist der Goldesel der UEFA

Am Dienstag startet die UEFA Champions League in die neue Saison. Neben den veränderten Anstoßzeiten (erstmals finden Spiele um 18:55 und um 21:00 Uhr statt) gibt es für Fußballfans in Deutschland vor allem eine Neuerung: Erstmals wird kein Spiel im Free-TV übertragen werden. Das ZDF, das in den letzten Jahren jeweils ein Spiel pro Woche live übertragen hatte, ging im Rechtepoker leer aus. Den Zuschlag bekamen stattdessen die Pay-TV- bzw. Streaminganbieter Sky und DAZN.

Wie die folgende Grafik zeigt, sind die Einnahmen der UEFA aus dem Verkauf der Champions-League-Übertragungsrechte in den vergangenen Jahren rapide gestiegen. In der Saison 2016/17 lagen diese bei 1,7 Milliarden Euro, ein Anstieg von mehr als 90 Prozent gegenüber der Saison 2010/11. Besonders deutlich wird der Stellenwert der Champions League im Vergleich zur bei Fans und Verantwortlichen weniger beliebten Europa League, deren Übertragungsrechte zuletzt „nur“ rund 300 Millionen in die Kassen der UEFA spülten.

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