Derzeit läuft im Bundestag die Generaldebatte zum Abschluss der Haushaltswoche. Im Rahmen dessen hatte Bundesfinanzminister Scholz (SPD) den Haushaltsplan für 2019 vorgestellt und erklärt, wofür er die veranschlagten 356,8 Milliarden Euro ausgeben möchte. Wie die Grafik von Statista zeigt, entfällt davon (traditionell) der größte Anteil auf das Ministerium für Arbeit und Soziales. Mit weitem Abstand folgt das Verteidigungsministerium. Den größten Zuwachs im Gegensatz zum Vorjahr verbucht das Umweltministerium mit 14,6 Prozent. Insgesamt liegt der Haushalt 2019 um 13,2 Milliarden Euro höher als der von 2018.

Hier finden Sie die Aufteilung des Bundeshaushalts 2018.

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Vor dem Hintergrund des Dieselskandals nimmt die E-Auto-Kaufprämie Fahrt auf. Bis Ende September sind bei der ausführenden Behörde – dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle – rund 33.700 Anträge eingegangen, davon etwa 19.600 für reine Batterieelektrofahrzeuge. Damit sind von Juli bis September über 10.000 neue Anträge hinzugekommen – deutlich mehr als in den Vorquartalen. Dennoch kann der Aufwärtstrend nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Anteil alternativer Antriebe an den Gesamtneuzulassungen weiterhin kaum ins Gewicht fällt.
Die Grafik zeigt die Anzahl Anzahl der Anträge für den Umweltbonus beim Kauf eines Elektroautos.

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Die Altersstruktur der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. 2015 gab es weniger Beschäftigte unter 25 Jahren als 2008. Der Anteil der 25-35 Jährigen ist jedoch deutlich angestiegen. Aktuell befinden sich gar mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in dieser Altersgruppe als im Bereich der 35-45 Jährigen – der Altersgruppe, die 2008 noch knapp die größte Gruppe der Arbeitnehmer ausmachte. Nun sind es die 45 bis 55 Jährigen, die klar den Löwenanteil ausmachen. Doch auch der Anteil der 55 bis 65-Jährigen hat zugenommen.
Die Grafik zeigt die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort nach Alter und Geschlecht am Stichtag 30.06.2015 und 30.06.2008.

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Der Mindestlohn ist in Deutschland nun seit einem Jahr gültig. Zum Jahreswechsel wurden daher viele Bilanzen gezogen. Es wurde gefragt: Bremst der Mindestlohn das Jobwachstum? Betrachtet man die Zahlen der Arbeitskräfteerhebung, ist dies nicht eindeutig zu beantworten. Während 2014 in der Regel zwischen 20.000 und 50.000 Erwerbstätige pro Monat hinzukamen, waren es in der ersten Hälfte 2015 nur wenige oder die Zahl der Erwerbstätigen war gar rückläufig. In der zweiten Jahreshälfte hingegen erreichten die Werte wieder das Niveau des Vorjahres oder überschritten dieses sogar.

Die Grafik zeigt den Zuwachs der Anzahl der Erwerbstätigen in Millionen, saisonbereinigt nach X-12-ARIMA Trend.

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Die Statistik zeigt die durchschnittliche Höhe der Konsumausgaben je Haushalt im Monat in Deutschland nach Verwendungszweck im Jahr 2012. Im Jahr 2012 beliefen sich die durchschnittlichen Konsumausgaben je Haushalt auf 2.310 Euro im Monat, wovon im Durchschnitt 796 Euro für Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung ausgegeben wurden.

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Für Anleihen werden immer weniger Zinsen gezahlt. Die Grafik zeigt exemplarisch die Zinssätze von 10-jährigen AA Unternehmensanleihen in verschiedenen Regionen. Das sind die, mit der zweitsichersten Bewertung (nach AAA). Das Niveau im Euroraum hat sich dabei mittlerweile dem von Japan angenähert. Aber die Entwicklung liegt nicht allein in der Eurokrise begründet. Die OECD hat in einem aktuellen Report festgehalten, dass die Zinssätze im Allgemeinen bereits seit den Siebzigern rückläufig sind. Die Zinsraten würden niedrige Inflationsquoten und niedrige Erträge aus Investitionen reflektieren.
Die Grafik zeigt die Zinssätze von 10-jährigen AA Unternehmensanleihen in verschiedenen Regionen

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Die Statistik zeigt das durchschnittliche Bruttomonatseinkommen vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer (ohne Sonderzahlungen) nach Wirtschaftsbereichen im 4. Quartal 2014. Im Bereich der Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen lag der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst im 4. Quartal 2014 bei 4.771 Euro.

Das Bruttomonatsgehalt stellt das Gesamtgehalt vor Abzug von Steuern und dem Arbeitnehmeranteil der Sozialversicherungsbeiträge dar.

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Die Gewinnquote der Unternehmen in der Eurozone ist wieder auf dem Niveau der Wirtschaftskrise. Laut den neusten Daten von Eurostat, der europäischen Statistikbehörde, betrug sie im vierten Quartal 2014 nur noch 38,7 Prozent. Damit liegt sie sogar unter den Werten aus dem Jahr 2009, wo sie mit 38,9 Prozent den tiefsten Stand hatte. Von 2010 bis Ende 2011 lag die Gewinnquote über 40 Prozent, seitdem ist sie wieder rückläufig. 2007 wurden noch Werte über 42 Prozent vermeldet.

Die Gewinnquote der Unternehmen ist definiert als der Betriebsüberschuss dividiert durch die Wertschöpfung, sprich: wie hoch der Anteil des Gewinns an den Einnahmen ist. Demzufolge sorgen vor allem höhere Kosten im Bereich Personal für eine niedrigere Gewinnquote. Grund dafür können gestiegene Personalkosten oder wie vor allem in der Krise der Fall, gleich gebliebene Produktionskosten bei geringeren Einnahmen, sein.

Gerade wenn es darum geht, Prozesse effizienter zu gestalten oder neue Gewinnfelder zu erschließen, sind meist Investitionen nötig. Doch auch hier steckt die Wirtschaft innerhalb der Eurozone noch im Krisenmodus. Die Investitionsquote, die in Anlagen wie Gebäude oder Maschinen ins Verhältnis zu der im Produktionsprozess entstandenen Wertschöpfung, setzt, liegt seit 2012 wieder unter 22 Prozent. 2009 wurde dieser Wert bereits unterschritten, nachdem die Quote zuvor lange steigend war. Immerhin verbesserte sich der Wert innerhalb des vergangenen Jahres.

Die Grafik zeigt die Investitionsquote und die Gewinnquote der Kapitalgesellschaften im Euroraum, jeweils saisonbereinigt.

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Die Zeiten des Exportweltmeisters Deutschland scheinen gezählt. Von der OECD veröffentlichte Prognosen aus ITF-Berechnungen, basierend auf Johansson und Olberria (2014), zeigen, wie sich die Anteile verschiedener Weltregionen am weltweiten Export verschieben könnten. Demnach würde die Bedeutung der Eurozone als Exporteur geringer. Sie wird wohl schon 2030 von Asien überholt sein. Bis 2050 würde sich dieser Trend weiter fortsetzen. Zwischen 2030 und 2050 wird den Analysten zufolge auch der Anteil Afrikas moderat zunehmen. Allerdings: Bis dahin kann bekanntlich noch viel Unvorhergesehenes passieren.

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Die Statistik bildet das Nettoeinkommen und das verfügbare Nettoeinkommen privater Haushalte in Deutschland nach sozialer Stellung in Deutschland ab.

In Deutschland wird in der Regel zwischen vier Arten bei der Berechnung eines Einkommens (hier mit A bis D gekennzeichnet) unterschieden, wenn die Höhe von Gehältern angegeben wird. Das (A) Nettoeinkommen gibt an, wie viel Geld eine Person (oder ein Haushalt) nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben im Monat von seinem Arbeitgeber ausgezahlt bekommt. Beim Angestelltenhaushalt sind dies laut dieser Erhebung durchschnittlich 3.224 Euro in Deutschland. Das (B) verfügbare Nettoeinkommen gibt an, über wie viel Geld eine Person (oder ein Haushalt) nach Abzug von lebensnotwendigen Kosten (u. a. für Miete, Lebensmittel) im Monat verfügt. Ein durchschnittlicher Angestelltenhaushalt in Deutschland hat im Monat 1.735 Euro zur freien Verfügung. Das (C) Bruttoeinkommen (nicht aufgeführt in dieser Statistik) errechnet sich aus dem Nettoeinkommen plus der vom Arbeitnehmer entrichteten Steuerzahlungen und Sozialabgaben (Arbeitnehmeranteil). Der Arbeitgeber zahlt zusätzlich zum Bruttogehalt noch einmal Sozialabgaben (Arbeitgeberanteil) in die Sozialkassen ein. Das Bruttogehalt plus Arbeitgeberanteil der Sozialabgaben (D) wird inoffiziell auch als Brutto-Bruttogehalt bezeichnet und gibt die vollständigen Personalkosten für einen Angestellten wieder.

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