Die Finanzämter in europäischen Ländern verlieren jedes Jahr Milliarden – durch Steuerflucht durch von Privatpersonen. Wie die Statista-Grafik auf Basis von Daten der EU-Kommission zeigt, verliert alleine der deutsche Fiskus Steuereinnahmen in Höhe von 7,22 Milliarden Euro. In Frankreich und Großbritannien sind die Verluste noch höher. EU-Weit lag die Verluste laut Experten der EU-Kommission bei 46 Milliarden Euro. Aktuellere Zahlen gibt es noch nicht. Die vorliegenden Zahlen zeigen allerdings, dass die 2014 von der EU ergriffenen Maßnahmen gegen Steuerflucht noch keine Wirkung zeigen. Seitdem tauschen EU-Staaten Steuerdaten untereinander und mit den USA aus. Schwarzgeld, das in den Immobilienmarkt fließt, konnten die EU-Experten allerdings nicht in ihre Studie mit einbeziehen. Grundstückskäufer konnten ihre Identität 2016 noch hinter Tarnfirmen verstecken. Auch wegen der andauernden Niedrigzinsphase gehen Experten davon aus, dass immer mehr Steuerfluchtgelder in den Immobilienmarkt fließen.

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10,8 Milliarden US-Dollar Vorsteuergewinn (vor Abzug von US-Bundessteuern) hat Amazon für 2018 in den Büchern stehen. Steuern muss das Unternehmen trotzdem keine Zahlen – im Gegenteil. Laut Analyse des Institutes of Taxation an Economic Policy (ITEP) hat das Unternehmen eine Steuergutschrift in Höhe von 129 Millionen US-Dollar bekommen. Damit hat Amazon bereits das zweite Jahr in Folge eine negative Steuerrate. Aber auch in den Jahren davor hat das Unternehmen eher übersichtliche Beträge nach Washington überwiesen. Von 2009 bis 2018 zahlte der Tech-Riese bei einem Gewinn von rund 26,5 Milliarden US-Dollar Steuern in Höhe von 791 Millionen US-Dollar – das entspricht eine effektiven Bundessteuersatz von drei Prozent.

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Zwar ist die hinterzogene Steuersumme in der EU seit 2009 um 12 bis 16 Prozent gesunken, hoch ist sie aber noch immer: Laut einer aktuellen Untersuchung der University of London im Auftrag der sozialdemokratischen S&D-Fraktion im EU-Parlament sind den EU-Staaten 2015 schätzungsweise 824 Milliarden Euro an Steuergeldern entgangen. Damit liegt die Summe weit höher als die, die der öffentlichen Hand durch die legale Steuervermeidung von Konzernen entgeht (50 bis 190 Milliarden Euro), so Steuerexperte Richard Murphy, der die Studie durchführte.

Bei den aufgeführten Daten handelt es sich um eine grobe Schätzung – die Summe könne EU-weit zwischen 750 und 900 Milliarden Euro liegen, so Murphy. 824 Milliarden sei die bestmögliche Schätzung. Der größte Anteil davon wird in absoluten Zahlen in Italien hinterzogen, gefolgt von Deutschland und Frankreich, wie die Grafik von Statista zeigt. Anteilig am BIP gerechnet liegt Dänemark mit 47 Prozent vorne, gefolgt von Belgien und Österreich.

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Das Bundesverfassungsgericht verhandelt derzeit darüber, ob die Bemessung der Grundsteuer mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Die Steuer, die von den Gemeinden erhoben wird, muss jeder Hausbesitzer oder Grundeigentümer abführen. Die Höhe der Abgabe hängt direkt vom Wert des Grundstücks und der darauf befindlichen Immobilen ab. Allerdings halten Kritiker dafür, dass die Bemessung veraltet sei, da die Bewertungsgrundlagen in Westdeutschland noch aus den 1960er-Jahren stammt, in Ostdeutschland geht sie sogar in die 1930er-Jahre zurück.

Wie unsere Infografik zeigt, hätte jegliche Revision der Berechnungsgrundlagen erheblichen Einfluss auf die Finanzen der Gemeinden, da die Grundsteuer zwar nicht den größten Posten der Steuereinnahmen ausmacht; allerdings ist sie – auch wegen der fehlenden Neuberechnungen und Anpassungen – die stabilste kommunale Einnahmequelle. Maßgebliche Änderungen entstehen lediglich durch Bebauung von Grundstücken mit Immobilen, die den Wert des Grundstücks steigern. Hier abgebildet sind die Einnahmen der Gemeinden der bundesdeutschen Flächenländer.

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Die Statistik zeigt die Einnahmen aus der Erbschaftsteuer in Deutschland in den Jahren von 2002 bis 2016. Im Jahr 2016 betrugen die Einnahmen aus der Erbschaftsteuer in Deutschland rund 7,01 Milliarden Euro.

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In den meisten Staaten werden Familien steuerlich entlastet. Wie stark diese Entlastung ausfällt, ist jedoch höchst unterschiedlich, wie Zahlen der OECD zeigen. So fällt der Unterschied der Steuerbelastung bei Familien im Vergleich zu Singles in Deutschland deutlich stärker aus, als etwa in Frankreich oder dem Vereinigten Königreich. In Griechenland werden der OECD zufolge Familien mitunter steuerlich sogar stärker belastet als Singles.

Die Grafik zeigt die Steuerbelastung nach Familienstand in Prozent der Arbeitslöhne

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550 Milliarden US-Dollar haben die großen amerikanischen Tech-Unternehmen einer aktuellen Studie zufolge in Steueroasen geparkt – mehr als eine eine halbe Billion. Die Zahl der Tochterfirmen in Steuerparadiesen hat dabei nicht direkt etwas mit der Summe des geparkten Kapitals zu tun, im Gegenteil: Aktuell melden einige Unternehmen dem amerikanischen Staat weniger Tochterfirmen und gleichzeitig steigende Summen, die sie in Steueroasen parken. Die Studie, durchgeführt von zwei gemeinnützigen US-Organisationen, nennt dafür zwei Gründe: Zum einen sind die Strafen für nicht gemeldete Tochterfirmen recht lax, zum anderen könnten die Firmen mehr Einkommen in weniger Tochterfirmen unterbringen. Oft geschieht das in Strukturen die „Double Irish“ genannt werden: Mit zwei in Irland gemeldeten Unternehmen können Gelder so umgeleitet werden, dass in keinem der beteiligten Länder Steuern gezahlt werden müssen. Seit Januar dieses Jahres darf dieses Schlupfloch nicht mehr neu genutzt werden, Firmen die diese Strukturen bereits nutzen, haben allerdings noch bis zum Jahr 2020 Zeit, neue Regelungen für ihre Auslandsfinanzen zu finden.

Die Grafik bildet die Top 10 Tech-Unternehmen nach in Steueroasen geparkten Kapital (Stand: 2014).

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Die Statistik zeigt die Höhe der Verluste durch Steuerhinterziehung in den Ländern, die am stärksten von diesem Steuerbetrug betroffen sind. In den USA betrugen die Verluste durch Steuerhinterziehung im Erhebungszeitraum rund 337,4 Milliarden US-Dollar.

Insgesamt beliefen sich die weltweiten Verluste im betrachteten Zeitraum auf ca. 3,13 Billionen US-Dollar.

Steuerhinterziehung liegt vor, wenn Steuern nicht, nicht in voller Höhe oder nicht rechtzeitig festgesetzt werden, weil der Steuerpflichtige, Steuererklärungspflichtige oder der zu einer steuerlichen Anzeige verpflichtete vorsätzlich seinen Pflichten gegenüber dem Finanzamt nicht nachkommt.

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In den meisten Staaten werden Familien steuerlich entlastet. Wie stark diese Entlastung ausfällt, ist jedoch höchst unterschiedlich, wie Zahlen der OECD zeigen. So fällt der Unterschied der Steuerbelastung bei Familien im Vergleich zu Singles in Deutschland deutlich stärker aus, als etwa in Frankreich oder dem Vereinigten Königreich. In Griechenland werden der OECD zufolge Familien mitunter steuerlich sogar stärker belastet als Singles.
Die Grafik zeigt die Steuerbelastung nach Familienstand in Prozent der Arbeitslöhne

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Das deutsche Steuersystem zu kompliziert? Laut Daten der OECD macht hierzulande dennoch die Mehrheit der Steuerpflichtigen ihre Steuererklärung selbst. In 43 Prozent der Fälle ist hingegen ein Mittelsmann, etwa ein Steuerberater, tätig. In anderen Ländern sieht es anders aus, etwa in Österreich, wo laut OECD 82 Prozent der Erklärungen von Dritten gemacht werden. In Italien sind es demnach gar 96 Prozent. Doch es gibt auch Staaten, in denen der Eigenanteil deutlich höher liegt, etwa Schweden und Dänemark.

Die Grafik zeigt den Anteil der Einkommens-Steuererklärungen, die nicht vom Steuerpflichtigen selbst erstellt wurden.

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